Insel La Graciosa im Jahre 1898 von der spanischen Regierung für einen Zeitraum von 99 Jahren als Fischereibasis pachten. Allerdings kam dieser Vertrag niemals zustande und so gehört die Insel seit dem Jahre 1986 zum Naturpark des Chiniji-Archipels. Im Süden befindet sich der Touristenhafen und im Norden der Insel hat man eine Mülldeponie eingerichtet. Die Hauptstadt der Insel ist der Ort Caleta de Sebo, in dem rund 650 Einwohner zu Hause sind. Sie leben größtenteils vom Tourismus, aber auch der Fischfang spielt nach wie vor eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. Im Osten der Insel befindet sich der Ort Pedro Braba, der nach dem gleichnamigen Abenteuer benannt wurde. Dieser hatte sich hier einst niedergelassen und hat sich selbst zum König der Kanarischen Inseln ausgerufen.
In diesem Ort gibt es nur Ferienhäuser, die den Bewohnern der Kanarischen Inseln gehören. Zudem kann man den Bereich nur mit dem Boot erreichen oder mit dem Geländewagen über Pisten, die alles andere als gut ausgebaut sind. Da es sich hier um ein reines Feriendörfchen handelt, ist Pedro Barba auch nur in den Sommermonaten bewohnt. Auf der Insel gibt es keinerlei Quellen, weshalb man das Trinkwasser über eine Pipeline unter dem Rio oder mit einem Tankschiff heranschafft. Aufgrund des milden Klimas ist die Fora und Fauna auf der Insel sehr beendruckend, denn hier wachsen Eispflanzen und sehr viele andere graugrüne Arten.