viele aber auch wie frisch geformt erscheinen. Ein Vulkan, wie man ihn aus dem Bilderbuch kennt, sucht man aber auf Lanzarote vergebens, denn keiner der mehr als 100 Vulkankegel auf der Insel ist perfekt geformt. Die liegt darin, dass über die Insel ein ständiger Wind hinweg weht, sodass sich bei einem Ausbruch auf der windabgewandten Seite mehr Material angesammelt hat, als auf der anderen Seite. Zudem verfügen die meisten Vulkane auf Lanzarote über einen seitlichen Ausriss, der sich meistens in Richtung der unterirdischen Bruchlinie ausgerichtet hat. Damit liegen auf einer Bruchlinie immer mehrere Vulkanschlote. An ausgetretener Lava auf Lanzarote gibt es überwiegend zwei unterschiedliche Erscheinungsformen.
So findet man viele wulstförmige Laven, die entstanden sind, wen die heiße Lava am Ende des Vulkanausbruchs an der Oberfläche ein neues Lavafeld gebildet hat, das oben bereits abgekühlt ist und unter der Oberfläche noch weiter fließt. Eine weitere Erscheinungsform sind die sog. Malpais-Lavafelder, die wie eine Mondlandschaft aussehen. Entstanden sind sie dadurch, dass erkaltete Lava bereits zu Erdbrocken erstarrt ist und immer wieder neue Lava nachgeflossen ist. Die Lavafelder sind sehr scharfkantig und geben ein tristes Bild von sich. Im Bereich des Nationalparks findet man Lapilli, bei dem es sich um Ascheregen handelt, der entsteht, wenn die flüssige Lava bei einem Ausbruch bereits in der Luft erkaltet.